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Toxikologie

Toxikologie

Such- und Bestätigungstests

In der Drogenanalytik werden in der Regel Suchtests mit gegebenenfalls nachfolgender Bestätigungs-Analytik eingesetzt. Als Spezimen der Wahl dient Urin, die Nachweiszeiten sind in der Ausscheidung länger als in der Zirkulation. Der Verdacht auf akuten Drogeneinfluss wird über Blutproben verifiziert, bei der Fragestellung nach länger zurückliegenden Ereignissen oder fortdauerndem Drogenkonsum bietet sich die Analyse aus Haaren als Alternative an (Ausnahme – Cannabis / THC).

In der Phase der Suchtests kommen in der Regel immunologische Verfahren zum Einsatz, in der Bestätigungsanalyse ausschliesslich qualitative und quantitative massenspektrometrische Messverfahren. Um Bestätigungsanalysen unabhängig von Suchtest-Ergebnissen auslösen zu können, werden von allen Aufträgen Aliquote in einem Probenarchiv sachgerecht gelagert.

Eine der wichtigsten Aufgaben in der Drogenanalytik ist es den Nachweis zu führen, dass eine abgegebene Probe tatsächlich vom Probanden/von der Probandin bzw. vom Patienten/von der Patientin stammt.  Um dies nicht durch die Sichtkontrolle bei der Urinabgabe gewährleisten zu müssen (Personalaufwand, unangenehmes Verhältnis zum Probanden/zur Probandin bzw. zum Patienten/zur Patientin) hat das LMZ Dr Risch die Technologie der RUMA Drogenmarkierung etabliert, welche auch einfach in Artzpraxen etabliert werden kann.  Details finden sich weiter unten.

Analytik von Suchtstoffen

Neben der Bestimmung von Drogen können auch weitere Suchtstoffe wie z.B. Alkohol und Nikotin mit hochspezifischen direkten Verfahren nachgewiesen werden. Neben der direkten Alkohol- (Ethanol) Bestimmung kommt hier den Metaboliten eine besondere Bedeutung zu, da diese länger nachweisbar sind. Im Fall von Ethanol sind dies EtG und EtS, im Falle des Nikotins ist dies Cotinin.

Neben den direkten Markern kommt in der Alkoholismus-Diagnostik noch dem mittelfristigen indirekten Marker CDT eine besondere Bedeutung dar, da dieser – ganz im Gegensatz zu den Leberparametern – es erlaubt die Abstinenz über längere Zeiträume zu verfolgen oder Therapie-Adhärenz zu überwachen.

RUMA Drogenmarkierung

Das labormedizinische zentrum Dr Risch bietet ein spezielles Markierungssystem an, das die Manipulation und die Art der Manipulation angibt.

Drogen- und Dopingtests sind einer hohen Fehlerquote ausgeliefert, wobei dem fälschungswilligen Probanden ein grosses Arsenal an Möglichkeiten zur Verfügung steht. Diese reichen vom einfachen Trinken zur Verdünnung des Urins über den Zusatz diverser Substanzen bis hin zu ausgeklügelten Systemen zur Einbringung von Fremdurin. Gegengesteuert wird in der Praxis mit der Sichtkontrolle, dem Begleiten einer Person durch Aufsichtspersonal beim Abgeben der Urinprobe. Ausgeschlossen werden kann eine Manipulation aber auch dann nicht. Ausserdem ist es für alle Beteiligten eher unangenehm und mit einem hohen Personalaufwand verbunden.

Einer Probenmanipulation wurde bisher wie folgt entgegen gewirkt:
A in vitro / Zusatzstoffe: Messung des Urin pH, Sample Check
B in vivo / Verdünnung: Messung des Kreatininwertes
C Vertauschung: Abgabe unter Sichtkontrolle

Durch Verabreichung eines RUMA-Markers in Trinkform kann der einhergehende Urin identifiziert und dem Patienten zugeordnet werden. Der RUMA-Marker (Polyethylengycol/ Macrogol) ist einfach zu verabreichen, nicht schädlich für den Patienten,schnell absorbierbar aus dem Darm, schnell eliminierbar über die Nieren und leicht nachweisbar.
Analysiert werden: Marker mittels HPLC, Spucktest durch Saccharose, Sample Check Matrix Urin, Kreatinin

Weitere Informationen finden Sie in den Broschüren im Downloadbereich.

RUMA Auftrag mit Code (Röhrchen/Auftragsformular)