Fetales Allel-D



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Fetales Allel-D

Synonym / Suchbegriff
Fetaler Rhesusfaktor D, Fötales Allel-D.
Indikation
RhD-negative Schwangere (wenn der Vater des Kindes RhD-positiv ist oder der Rhesus-Status unbekannt); Verzicht auf Rh-Prophylaxe, falls der Fetus RhD-negativ ist; erneute Schwangerschaft bei Vorliegen von Anti-D-Antikörpern; Verdacht auf Morbus haemolyticus neonatorum (MHN).
Prüfparameter
Fetales Allel D
Material / Menge
EDTA-Blut / 3500 µl

Alternativ-Material
EDTA-Plasma
Patientenvorbereitung
Die Bestimmung des fetalen RHD ist zwischen der 18.-24. Schwangerschaftswoche (SSW) empfohlen (ab der 11. SSW möglich).
Es ist keine Einverständniserklärung für genetische Untersuchungen erforderlich.
Probenentnahme
Bei Raumtemperatur muss das Röhrchen nach der Blutentnahme innert 72 h im Labor eintreffen.
WICHTIG: Angabe von SSW und Entnahme-Datum.
Falls weitere Analysen für EDTA-Blut verlangt, bitte mehr als 1 Röhrchen abnehmen.
Probenlogistik
Versand, Lagerung und Transport der EDTA-Blutprobe bei Raumtemperatur.
EDTA-Plasma sollte eingefroren werden.
Stabilität
Raumtemperatur (bis 25 °C): 3 Tage
Kühlschrank (5-8 °C): 3 Tage
Tiefgefroren (-20 °C): 8 Monate. EDTA-Plasma gefroren
Methode
PCR
Frequenz
1x pro Woche
Hinweise
Die Angabe der Schwangerschaftswoche und des Blutentnahmedatums ist zwingend erforderlich.
Die Bestimmung des fetalen RHD ist auch bei einer Zwillingsschwangerschaft möglich.
Testung zwischen der 18.-24. SSW empfohlen.
Testung ab der 11. SSW möglich.
Interpretation
Die Bestimmung des fetalen RHD erfolgt durch Analyse der frei zirkulierenden fetalen DNA (cffDNA) im mütterlichen Plasma. Bei positivem Testergebnis wird eine Anti-D-Prophylaxe empfohlen. Bei negativem Ergebnis kann auf eine Anti-D-Rhesus-Prophylaxe verzichtet werden, sofern die Blutentnahme nach der 18. SSW durchgeführt wurde.
Ein negatives Testergebnis, das in einer vor der 18. SSW entnommenen mütterlichen Blutprobe beobachtet wird, sollte als provisorisch betrachtet werden. Dieses Ergebnis muss in einer zweiten mütterlichen Blutprobe, die nach der 18. SSW entnommen wird, bestätigt werden.
Ein positives Testergebnis, das in einer vor der 18. SSW entnommenen mütterlichen Blutprobe beobachtet wird, ist als positiv zu werten; in diesem Fall wird eine Anti-D-Prophylaxe empfohlen.
Literatur
Autor/en: Hodel M. et al.
Werk: Expertenbrief No 68. Empfehlungen zur Anti-D Immunglobulin Gabe in der Schwangerschaft (=Anti-D-Prophylaxe)
Veröffentlichung: Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
Link: https://www.sggg.ch/fileadmin/user_upload/68_Empfehlungen_zu[...]laxe___002_.pdf
Tarif
54.90 TP, 2x 100.80 TP
RI-Code
RHDF
Aktualisiert am
17.08.2022

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